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Traum von eigener Malschule erfüllt: Konstanze Becker

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Konstanze Becker unterrichtet im eigenen Atelier Erwachsene und Kinder

Konstanze Becker, geb. 1963, ist gelernte Wirtschaftskorrespondentin und hat vor ihrer Selbständigkeit viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Die Malerei war schon lange ihr liebstes Hobby und eine ganz große Leidenschaft. Um sich weiter zu entwickeln und verschiedene Techniken zu erlernen, hat sie das Fernstudium „Kreative Malschule" der Hamburger Akademie absolviert. Es folgten verschiedene Workshops und Kurse (u.a. Landschaftsmalerei in der Nass-in-Nass-Ölmaltechnik bei Dieter von Borstel). Heute widmet sie sich auch beruflich ausschließlich der Malerei. Seit einigen Jahren wohnt sie in Fuldatal-Simmershausen bei Kassel. Dort hat sie auch ihr Atelier eingerichtet und gibt unter dem Titel „Endlich Malzeit“ Malkurse.

Hamburger Akademie: Wann haben Sie die Malkurse ins Leben gerufen?

Konstanze Becker: Im November 2007 fand der erste Malkurs in meinem Atelier statt. Inzwischen biete ich in meinem Atelier Malkurse für die Öl- und Acrylmalerei an und bin als Dozentin bei der Volkshochschule tätig, wo ich ebenfalls Malkurse in diesen beiden Techniken und im Actionpainting anbiete.

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Konstanze Becker legt in ihrem Schulungsatelier Wert darauf, dass die Schüler sich ihre Bilder selbst „erarbeiten“.

Hamburger Akademie: So etwas funktioniert nicht „von jetzt auf gleich“ …

Konstanze Becker: Natürlich war es anfangs schwer. Ich war gerade erst nach Fuldatal gezogen und war hier noch absolut unbekannt. Die Werbung für meine ersten Malkurse habe ich noch per Flyer hier im Ort in jeden Briefkasten geworfen und in öffentlichen Einrichtungen verteilt. Ansonsten habe ich gleich aktiv am kulturellen Leben vor Ort teilgenommen, bin dem Gewerbeverein beigetreten und habe dadurch viele wertvolle Kontakte geknüpft. So lernte ich schnell viele Menschen kennen und konnte durch persönliche Gespräche für meine Malkurse werben. Nach und nach kamen immer mehr Leute zu mir. Mittlerweile unterrichte ich pro Jahr etwa 80 Schülerinnen und Schüler in meinem Atelier, verteilt auf ca. 25 Tages-Kurse. Hinzu kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der unregelmäßig stattfindenden Volkshochschul-Kurse, das sind etwa ca. 30 pro Jahr, und natürlich die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule.

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Keine Angst vor der leeren Leinwand. Konstanze Becker sorgt in ihren Kursen dafür, dass alle ihr individuell gesetztes Mal-Ziel erreichen

Hamburger Akademie: Wie haben Sie Ihr eigenes Schulungs-Atelier eingerichtet – wie hoch waren dafür etwa die Kosten?

Konstanze Becker: Mein Atelier befindet sich im Keller meines Wohnhauses. Es ist ca. 30 qm groß und gewerblich angemietet. Es stehen sechs große Standstaffeleien zur Verfügung, bei Bedarf auch zwei Tische mit Tischstaffeleien, an denen vier Schüler malen können. Ich richte mich da nach den Wünschen meiner Kunden und bereite das Atelier vor jedem Malkurs entsprechend vor. Sehr wichtig ist gutes Licht im gesamten Raum, an der Decke befinden sich sechs Leuchtröhren, zusätzlich gibt es drei Tageslichtlampen, die man an den Staffeleien befestigen kann. Auf kleineren Staffeleien und an den Wänden stehen und hängen natürlich sehr viele Bilder, damit die Schülerinnen und Schüler sich die Motive im Original ansehen können, was sehr wichtig ist! Außerdem gibt es eine kleine Pausenecke, dort stehen Tassen und Gläser. Bei meinen Malkursen biete ich immer Kaffee und kalte Getränke sowie Kekse oder Kuchen an. Insgesamt ist es sehr farbenfroh und einladend gestaltet, ein Ort eben, der zum Malen einlädt! Die Kosten für die Grundausstattung beliefen sich in meinem Atelier auf etwa 3.000 bis 4.000 Euro.

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Das Atelier „Endlich Malzeit“ lädt Klein und Groß ein, sich kreativ an der Leinwand zu betätigen

Hamburger Akademie: Wie verläuft so ein Malkurs typischerweise? Wie steigen Sie ein?

Konstanze Becker: Das ist sehr unterschiedlich und den typischen Malkurs gibt es eigentlich nicht. Denn so verschieden wie die Menschen sind, die zu mir kommen, verlaufen auch die Malkurse. Aber zusammenfassend kann ich sagen, dass es bei mir grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Kursen gibt. Erstens: Das von mir angebotene Motiv wird von allen gemalt. Ich erkläre kurz, welche Materialien benötigt werden und wie sie benutzt werden. Dann stelle ich mich an meine Staffelei und male Schritt für Schritt vor, das heißt. in kleinen Schritten wird erklärt und vorgemalt. Meine Leinwand steht dann natürlich auch für Übungszwecke den Schülern zur Verfügung, das heißt, bestimmte Techniken werden erst geübt, bevor an der eigenen Leinwand weiter gemalt wird. So erarbeiten wir das Bild gemeinsam. Zweitens: Eigene Motive werden gewünscht bzw. jeder malt etwas anderes. Zuerst wird dann besprochen, ob die z.T. mitgebrachten eigenen Motive wie Fotos oder Kalenderbilder geeignet sind. Die Vorstellungen aller müssen in Einklang gebracht werden mit dem, was zeitlich und technisch möglich ist, manchmal sind auch zwei Termine erforderlich. Hier beschränke ich mich mehr auf das Aufpassen, Begleiten, Beraten, springe von einer Leinwand zur nächsten, um jedes Bild im Auge zu behalten. Grundsätzlich greife ich nur sehr selten und nur nach Erlaubnis praktisch ein, ich korrigiere und male also nur dann auf den Leinwänden der Schülerinnen und Schüler, wenn sie allein nicht mehr weiterkommen und mich darum bitten, ihnen auf ihrer Leinwand etwas zu zeigen. Mir ist besonders wichtig, dass jede und jeder das Gefühl hat, das Bild ganz allein gemalt zu haben!

Hamburger Akademie: Wer sind Ihre ‚Schüler‘? Und wie haben sie zu Ihnen gefunden?

Konstanze Becker: Die Kurse in meinem Atelier und bei der Volkshochschule werden hauptsächlich von Frauen aller Altersklassen besucht. Kindermalkurse biete ich gesondert an. Die meisten kommen mittlerweile durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu mir, viele finden mich auch im Internet über meine Homepage, aber auch private Kontakte sind wichtig. Wenn sich jemand für die Malerei interessiert, lasse ich keine Gelegenheit aus, ihn oder sie in einem persönlichen Gespräch für´s Malen dazu zu motivieren, es mal selbst auszuprobieren.

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