malschule

Maltechniken, Materialien & Motive

 

Maltechniken: von Aquarell bis Ölmalerei
  - Skizzieren
  - Pastellmalerei
  - Aquarellmalerei
  - Gouachenmalerei
  - Ölmalerei
  - Acrylmalerei
Mal- und Zeichenmaterialien
  - Blei- und Farbstifte
  - Rötel und Kohle
  - Aquarellfarbe
  - Ölfarbe
  - Acrylfarbe
  - Zeichenfedern
  - Pinsel
  - Tusche
  - Papier
  - Leinwand
Motive: von Aktmalerei bis Stillleben
  - Licht und Schatten
  - Perspektivisches Zeichnen
  - Porträtmalerei
  - Aktmalerei
  - Tiermalerei
  - Landschaftsmalerei
  - Stillleben malen

Rötel und Kohle

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Rötelkreide ist in Rot, mehreren Brauntönen, Schwarz und Weiß sowie in verschiedenen Härtegraden erhältlich

Rötel und Kohle sind die ältesten Farben der Menschheit. Die Höhlenzeichnungen von Altamira (Spanien) und Lascaux (Frankreich) sind fast überwiegend mit Eisenoxid, Rötel und Kohle gemalt.
Der Begriff Rötel leitet sich von „Rot" ab. Rötel ist eine feste rote Farberde, die aus feinem Hämatit und Ton besteht.

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Tierskizze, gezeichnet mit Rötelstift

Mit den Rötelsteinen kann man direkt auf andere Steine Umrisse aufzeichnen. Für die flächenhafte Darstellung wurden die Mineralien von unseren Vorfahren jedoch fein gerieben und mit Wasser zu einer Farbe angerührt, die dann auf die Felswände aufgebracht wurde.
Die Künstler des Mittelalters und der Renaissance schnitten sich die Rötelsteine in handliche Vierkantstangen oder in die jeweils benötigte Form. Der Rötel in Stiftform wird erst seit Ende des 15. Jahrhunderts verwendet. Rötelzeichnungen waren nicht nur eigenständige Werke, sondern auch ein beliebtes Medium für die Anfertigung von Skizzen und Studien für kleine und große Gemälde, Freskos und Bildhauerarbeiten.
Bekannte Maler, die viel mit dem Rötelstift gearbeitet haben, waren z.B. Leonardo da Vinci, Raffael, Michelangelo, Pablo Picasso oder Vincent van Gogh.

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Kohlestiftauswahl im Künstlerbedarf: mit und ohne Holzeinfassung

Das heute in der Kunst verwendete Rötel ist ein extrem feinkörniges Mineralgemenge aus Tonblättchen (Schichtsilikaten), Quarz- und Feldspatkörnchen sowie Hämatit als Farbpigment.

Rötel eignet sich besonders für feine Strichzeichnungen, Porträts, Aktzeichnungen und figürliche Darstellungen.

Im Handel ist Rötel heute als Vierkantstäbchen, als Mine für Klemmstifte und als Holzstift (mit einem runden Kern aus Rötel) erhältlich. Die Holzstifte bieten dem weichen Kern etwas mehr Schutz, denn grade für kräftige Linien braucht man einen etwas festeren Andruck.

Ebenso wie Rötel ist auch die Kohle ein reines Naturprodukt. Zeichenkohle entsteht aus dem Holz der Weide oder des Buchsbaums. (unter Luftabschluss halb verkohlt). Sie sollte leicht und tiefschwarz sein. Es gibt sie in verschiedenen Härtegraden: H = sehr hart, HB= mittelweich, B= weich. Kohlestangen gibt es in unterschiedlichen Stärken: die dünnen Stangen mit ca. 3 mm Durchmesser, die mittleren und am meisten verwendeten mit 8 mm und die dicken, mit einem Durchmesser von 10-20 mm.

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Stillleben-Skizze gezeichnet mit Kohlestift

Kohle ist ein äußerst vielseitiges Malmittel. Sie ist sowohl für streng durchgeführte Arbeiten als auch für die feine Studien oder die Umrisszeichnung geeignet. Da die Kohle durch bloßes Wischen leicht gelöscht werden kann, wird sie auch zum Skizzieren von Ölbildern und sogar von Aquarellen verwendet.

In der Kreativen Malschule können Sie die Materialien, mit denen Sie künstlerisch umgehen wollen, ausführlich kennen lernen. Viele praktische Tipps und genaue Anleitungen erwarten Sie. Lesen Sie hier einige Auszüge aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Kohlezeichnung“:

„Zeichenkohle gibt es im Fachhandel in runder oder eckiger Form, in einer Holzeinfassung oder nur als Mine für einen Minenhalter. Der Härtegrad der Kohle wird ebenfalls in H- und B-Werten angegeben, manchmal aber auch mit den Bezeichnungen „soft“, „medium“ und „hard“.

Die Form der Mine lässt sich durch Anspitzen oder Abrieb verändern, sodass Sie entweder mit einer sehr feinen Spitze zeichnen können oder durch Reiben eine breitere Spitze erhalten, mit der Sie flächig-füllend zeichnen können.

Kohlestifte zeichnen sich durch Leichtigkeit und intensive Schwärze der Linien aus. In der Oberfläche wirken Kohlezeichnungen weich, schwarz und samtig, aber auch leicht staubig. Die Kohlezeichnung sollte daher nach Fertigstellung mit einem Sprühfilm (Fixativ) auf dem Papier fixiert werden, um den losen Kohlestaub festzuhalten und zu verkleben. Das Fixativ ist in Sprühdosen erhältlich. Auf Haarspray als Alternative, wie oft empfohlen, sollten Sie verzichten.

Die Kohlezeichnung kann nur mit einem Radier-Knetgummi korrigiert werden. Der Radiergummi ist hier ungeeignet, da er den Kohlestaub nicht aufnimmt und löscht, sondern auf dem Papier verschmiert. (...)“

Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren, fordern Sie unverbindlich das Gratis-Informationspaket der Kreativen Malschule an.

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